NMS 2013-2015

   
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Fördern und Fordern – Förderplanung 

Prozessorientierte Förderplanung setzt auf 

    • Diagnose 
    • Beschreibung von Kompetenzstufen und Lernzielen 
    • differenzierte Aufgabenstellung 
    • individuelle Förderplanarbeit 
    • individuelle Lernzeit 
    • Lernzielkontrolle 
    • Lerncoaching 
    • Leistungen würdigen und dokumentieren 
    • Anpassung/Evaluation der Förderplanung an Lernfortschritte  

Individuelle Förderung auf Grundlage von prozessorientierter Förderplanung wird an der Seku

darschule Remscheid auf zwei Ebenen umgesetzt. 

 

 Differenzierung 

Um Förderung im Unterricht adäquat umsetzen zu können, gibt es folgende Differenzierungsformen, die unter Absprache der am konkreten Unterricht

beteiligten Lehrer und unter Beachtung der Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit für den einzelnen Schüler oder Schülergruppen durchgeführt werden.

. a)  Innere Differenzierung
Hier bleibt die Lerngruppe zusammen. Den Schülern werden unterschiedliche Aufgaben- und Lernangebote unterbreitet, die sich im Anforderungsprofil, in Umfang, Hilfestellungen, Kontrollformen, Lernzugängen und/oder Sozialformen unterscheiden.

. b)  Äußere Differenzierung
Einzelne Schüler arbeiten oder eine Schülergruppe arbeitet in einem separaten Raum. In diesen Stunden geht es um Fördermaßnahmen, die auf Einzelne zugeschnitten sind.

 

Förderplanarbeit 

Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf arbeiten auf Grundlage ihrer individualisierten Förderpläne. Diese sind danach ausgerichtet, einerseits bestehende Stärken weiter auszubauen und Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit zu geben, sich mit zusätzlichen Inhalten oder erweiterten Fragestellungen konstruktiv zu beschäftigen; andererseits dienen sie als unterstützendes Medium, um bestehende Lernschwierigkeiten oder Förderschwerpunkte aufzugreifen, um so gezielt Kompetenzen zu erweitern oder bestehende Lern- und Entwicklungsrückstände aufzuarbeiten. 

Auf Grundlage der individuellen Lernziele, sowie der Auswertung von Leistungsüberprüfungen stellen der jeweilige Sonderpädagoge und in Absprache auch der Fach- und Klassenlehrer für die Schüler und Schülerinnen Arbeitsmaterialien in einer Fördermappe zur Verfügung, die selbstständig bearbeitet werden können. Darüber hinaus obliegt es dem Sonderpädagogen weitere Unterstützungsmaßnahmen zu ergreifen (Strukturierungshilfen, Visualisierungen etc.). Auch die Teilnahme an ergänzenden Angeboten wie beispielsweise Marburger Konzentrationstraining, Marburger Verhaltenstraining oder Förderung bei Lese- Rechtschreib-Schwierigkeiten ist möglich, sofern es die sonderpädagogischen Stellenressource zulässt. 

Eine regelmäßige Absprache der Klassenteams (Fachlehrer/Fachlehrerinnen, Klassenlehrer/Klassenlehrerinnen), bei der einzelne Beobachtungen gebündelt und sortiert werden, um entsprechend Lernziele/ Förderschwerpunkte zu setzen (Förderplanerstellung) und zu optimieren (Evaluation), ist unerlässlich. Die angestrebten Lernziele und Maßnahmen werden mit den Schülern und Schülerinnen und deren Eltern besprochen und vereinbart. 

Die Schüler und Schülerinnen erhalten regelmäßig Rückmeldung über ihre Arbeitsergebnisse. 

 

Organisatorische Rahmenbedingungen im Unterricht mit Schülern und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf 

1.Integrative Lerngruppe
Derzeit bestehen an unserer Schule drei Integrative Lerngruppen, die im Schuljahr 2019/2020 auslaufen werden. In einer Integrativen Lerngruppe werden 6-8 Schüler und Schülerinnen mit unterschiedlichem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf, welche entsprechend zieldifferent oder zielgleich unterrichtet werden, zusammengefasst und in eine Lerngruppe integriert. Die Klassenstärke der Integrativen Lerngruppe wird möglichst gering gehalten. Die Klasse wird durch ein Klassenlehrerteam geleitet, bestehend aus einem Lehrer oder einer Lehrerin der allgemeinbildenden Schule sowie einem Sonderpädagogen oder einer Sonderpädagogin. Die Verdichtung der Schüler und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf pro Lerngruppe ermöglicht ein hohes Maß an Doppelbesetzung insbesondere in den Hauptfächern. 

 

2. Einzelintegration von Schülern mit Unterstützungsbedarf im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung 

Zurzeit werden zwei Schüler mit Unterstützungsbedarf im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung außerhalb der Integrativen Lerngruppen zielgleich unterrichtet. Sie erhalten eine auf sie individuell zugeschnittene sonderpädagogische Förderung (Marburger Konzentrationstraining, fachliche Förderung, Begleitung in offenen Lernsituationen, Verhaltensbeobachtung im Unterricht sowie Beratungs- und Reflexionsgespräche). 

 

Klassen des Gemeinsamen Lernens
Ab dem Schuljahr 2015/2016 werden entsprechend des Schulrechtsänderungsgesetzes Klassen des Gemeinsamen Lernens eröffnet. Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, die zieldifferent unterrichtet werden (Lernen, geistige Entwicklung), werden weiterhin in einer Lerngruppe zusammengefasst, um eine kontinuierliche sonderpädagogische 

Unterstützung und einen hohen Grad an Doppelbesetzung zu gewährleisten.
Über die Klassenzuweisung von Schülern und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf (körperliche und motorische Entwicklung, emotionale und soziale Entwicklung, Sprache) wird individuell entschieden. 

Mit diesen organisatorischen Rahmenbedingungen bietet die Sekundarschule Remscheid als inklusive Schule ausdrücklich auch Schülern und Schülerinnen mit unterschiedlichen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfen eine Beschulung in der Sekundarstufe 1 einer allgemeinen Schule an. Diese beinhaltet individuell abgestimmte Bildungsabschlüsse. 

 

(Sonder-)Pädagogische Rahmenbedingungen 

1. Innerhalb der Lerngruppe/der Klasse des Gemeinsamen Lernens
In möglichst kleinen Lehrerteams und häufiger Doppelbesetzung mit einem Sonderpädagogen werden Schüler und Schülerinnen am möglichst gleichen Lerngegenstand entsprechend zielgleich oder zieldifferent unterrichtet. Grundsätzlich ist hierbei jeder Lehrer und jede Lehrerin für jeden Schüler und jede Schülerin zuständig. Auf diese Weise können die unterschiedlichen Blickwinkel der Lehrpersonen sowie deren speziellen Kompetenzen optimal für den Schüler oder die Schülerin nutzbar gemacht werden. Die Hauptverantwortung für die Lernentwicklung sowie die Förderung die Schüler und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf liegt in der Hand des Sonderpädagogen. Ein regelmäßiger Austausch unter den gemeinsam unterrichtenden Kollegen und Kolleginnen ist unabdingbar, um Unterrichtsinhalte für die Klasse und individuelle Fördermaßnahmen abzusprechen.
Nachteilsausgleiche werden auf Antrag der Eltern und nach Abstimmung in der Klassenkonferenz gewährt. 

 

2. Stundenplangestaltung
Die Sonderpädagogen gestalten die Verteilung ihrer Wochenstunden im Stundenplan selbst und zwar unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Schüler und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf. Entsprechend ist ihr Stundenplan flexibel und passt sich den sich ändernden Bedarfen der Schülerschaft an. Im Stundenkontingent jedes Sonderpädagogen ist eine Sprechstunde im Rahmen von einer Schulstunde wöchentlich enthalten. Sie dient den Regelschulkollegen als Beratung rund um sonderpädagogische Fragestellungen und Diagnostik. Darüber hinaus kann der Sonderpädagoge flexibel Hospitationen in anderen Lerngruppen anbieten und in seinen Stundenplan aufnehmen, wenn Kollegen Beratung innerhalb ihres Unterrichts wünschen oder Schüler bzw. Schülerinnen in einzelnen Fächern besondere Unterstützung benötigen. 

 

3. Konferenzen als Gremien mit sonderpädagogischen Inhalten 

a) Fachkonferenz Sonderpädagogik
Die Fachkonferenz Sonderpädagogik besteht aus allen Sonderpädagogen, die an der Schule tätig sind. Diese treffen sich regelmäßig im Rahmen des Fachkonferenzzyklus der Schule. Die Fachkonferenz Sonderpädagogik ist die Institution, die sich über alle ihr Fach betreffenden Inhalte austauscht und bespricht (zentrale Fragen der Förderung, Fördermaßnahmen organisieren, Vorgehensweisen abstimmen, Anschaffung spezieller Materialien und Medien zur sonderpädagogischen Förderung) sowie fachspezifische Beschlüsse fasst. Die Ergebnisse der Fachkonferenz werden protokolliert. 

 

b) Lehrerkonferenz
„Schüler und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf“ ist ein feststehender Tagesordnungspunkt der Lehrerkonferenz. Hier werden Beschlüsse der Fachkonferenz Sonderpädagogik weitergegeben, aktuelle sonderpädagogische Anlässe besprochen (z.B. Zeugnisse, AO-SF-Verfahren, Wechsel des Förderschwerpunktes oder -ortes), die das gesamte Kollegium betreffen, sowie Fragestellungen und Probleme einzelner Kollegen und Kolleginnen (z.B. Hospitation, Beratung, Probleme mit einzelnen Schülern und Schülerinnen) erörtert und möglichst zielführend gelöst. 

 

Aufgabenverteilung 

Die Arbeit im Team der Integrativen Lerngruppen kann nur gelingen, wenn die Aufgaben klar verteilt sind. Das betrifft zum Einen den Unterricht und zum Anderen organisatorische Aufgaben. 

 

Unterricht 

Die weitgehende Doppelbesetzung in den Integrativen Lerngruppen und Klassen des Gemeinsamen Lernens setzt voraus, dass sich die Lehrenden ihrer Aufgaben und Möglichkeiten bewusst sind.
Grundsätzlich sind bei Anwesenheit von zwei Lehrern folgende Kooperationsformen möglich: 

• Es wird gemeinsam als Team unterrichtet (Team-Teaching). 

• In Absprache mit dem Fachlehrer findet eine Aufteilung nach äußerer Differenzierung zur Förderung von einzelnen Schülern und Schülerinnen (mit oder ohne Einbeziehung von Schülern und Schülerinnen mit
sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf) und Klassenunterricht statt. 

• Bei gemeinsamer Anwesenheit im Klassenraum nehmen die Lehrer
unterschiedliche, zuvor definierte Rollen ein.

Darüber hinaus sind die Rollen wie folgt verteilt und mit entsprechenden Aufgaben betraut: 

 

In der Zuteilung und im Fall eines anstehenden Wechsels der Teilnahme an E- und G-Kursen beraten sich Fachlehrer und Sonderpädagoge im Vorfeld, welchem Kurs ein Schüler oder eine Schülerin mit Unterstützungsbedarf zugeteilt wird. Die Klassenkonferenz entscheidet über die Zuteilung. 

 

Vertretungsunterricht 

Die Doppelbesetzung mit einem Sonderpädagogen dient nicht als Vertretungsressource. Planbare Vertretungsfälle werden durch die Fachlehrer der Schule aufgefangen. Nur in akuten Fällen übernimmt ein Kollege aus der Doppelbesetzung (in der Regel der Fachlehrer) Vertretungsunterricht. Dies soll die Ausnahme bleiben. 

 

 

Organisatorische Aufgaben 

a) Förderplanung und Diagnostik 

Entsprechend ihrer spezifischen Ausbildung sind die Sonderpädagogen primär für die Förderung und die Lernausgangsdiagnose der Schüler und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf zuständig. Das gemeinsam unterrichtende Lehrerteam tauscht sich über Förderziele aus, da dies zum Einen für den Unterricht notwendig ist und zum Anderen spezifische Lehrerkompetenzen weitergegeben werden können. 

 

b) Feststellung, Änderung und Aufhebung des sonderpädagogischen  Unterstützungsbedarfes nach AO-SF 

Die Klassenkonferenz berät über Fragen der Antragsstellung.
Anträge zur Durchführung eines AO-SF werden vom Klassenlehrer, dem Lehrer der allgemeinbildenden Schule, gestellt und eine entsprechende Antragsbegründung angefertigt. Sonderpädagogen können beratend hinzugezogen werden und die Antragsstellung begleiten.
Die Klassenkonferenz berät und beschließt über Änderung oder Aufhebung von festgestellten Unterstützungsbedarfen. 

 

c) Leistungsbewertung 

Alle Schüler und Schülerinnen werden entsprechend ihres Bildungsganges bewertet. Dementsprechend erhalten Schüler mit sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfen, die zielgleich unterrichtet werden, N o t e n i n Leistungsüberprüfungen durch den Fachlehrer. Außerdem erhalten sie ein Ziffernzeugnis. Über die fachliche Beurteilung entscheidet der jeweilige Fachlehrer in Rücksprache mit dem Sonderpädagogen, um eine Berücksichtigung der jeweiligen Behinderung bei der Bewertung zu gewährleisten. Schüler und Schülerinnen mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung erhalten darüber hinaus einen ergänzenden Bericht über ihr Arbeits- und Sozialverhalten. Dieser wird vom Sonderpädagogen verfasst. Schüler und Schülerinnen, die außerhalb der Integrativen Lerngruppen oder Gruppen des Gemeinsamen Lernens unterrichtet werden, erhalten eine Beurteilung durch die Klassenleitung, die mit dem Sonderpädagogen abgesprochen ist. 

Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, die zieldifferent unterrichtet werden, erhalten in Leistungsüberprüfungen keine Ziffernnote, sondern eine schriftliche Bewertung der erbrachten Leistung. Aufgabenstellungen orientieren sich in Anspruchsniveau und Umfang am Leistungsvermögen der Schülerin bzw. des Schülers. Ist der Sonderpädagoge in einem Fach im Unterricht, passt er die Leistungsüberprüfung an und beurteilt sie. Sonst stellt und beurteilt der Fachlehrer die Leistungsüberprüfung. Bei Schülern, bei denen der Unterstützungsbedarf in absehbarer Zeit aufgehoben werden soll, beurteilt zusätzlich der Fachlehrer die Arbeiten ohne dass eine Note vermerkt wird. 

Schüler, die zieldifferent unterrichtet werden, erhalten ein Berichtszeugnis, indem die individuellen Lern- und Entwicklungsfortschritte kompetenzorientiert dokumentiert werden. Diese Beurteilung erfolgt in jedem Fach durch die jeweils unterrichtenden Lehrkräfte. Fand der Fachunterricht ohne Doppelbesetzung mit einem Sonderpädagogen statt, erstellt der Fachlehrer die Leistungsbeurteilung selbstständig. Dabei besteht die Möglichkeit, den Sonderpädagogen beratend hinzuzuziehen. 

Die Zeugnisse werden halbjährlich erstellt; davon ausgenommen sind Schüler und Schülerinnen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, die ihr Zeugnis schuljährlich erhalten. 

 

Elternarbeit 

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus ist eine Grundvoraussetzung für eine positive Entwicklung jedes einzelnen Kindes.
Die Eltern begleiten und unterstützen die schulischen Erziehungsmaßnahmen (Informationen über das Mitteilungsheft, Verstärkerplan, telefonische Absprachen). Darüber hinaus werden die Förderpläne mit den Eltern in den Lernentwicklungsgesprächen erörtert, Ziele und Maßnahmen vereinbart, sowie evaluiert. 

 

Räumliche Bedingungen 

Für den Unterricht mit Schülern und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf stehen sowohl der jeweilige Klassenraum als auch aktuell drei Differenzierungsräume zur Verfügung.
Die Differenzierungsräume bieten die Möglichkeit, die Schüler und Schülerinnen bei Bedarf und nach individuellem Lernfortschritt räumlich differenziert zu unterrichten. Ein Wechsel der Unterrichtsform sowie ein individueller Rückzug von Kleingruppen sind möglich. 

Dabei gilt als Leitmotiv der Gedanke: 

"So viel wie möglich gemeinsam, so wenig wie nötig getrennt." 

 

Schlusswort 

Dieses Konzept ist bisher ein Integrationskonzept mit ausschließlich sonderpädagogischen Inhalten als Bestandteil des Förderkonzeptes der Schule.
Auf dem Weg zur inklusiven Schule ist das Ziel, alle Mitglieder der Schulgemeinde anzuerkennen ohne die Besonderheiten des Einzelnen aus dem Blick zu verlieren. 

 

   

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